
Zur Prüfung befähigte Person von Gasanlagen
Das zweitägige Fachseminar behandelt das sichere Arbeiten an oder in Leitungen für Gase (Gasanlagen oder Gasleitungen) sowie deren In- und Außerbetriebnahme. Da Arbeiten an Gasleitungen viele Gefahren mit sich bringen, sind besondere Schutzmaßnahmen erforderlich.
Die Konsequenzen des Nichteinhaltens von Sicherheitsvorschriften beim Arbeiten an Gasanlagen und Gasleitungen sind aus der Fachpresse durch verheerende Schadensereignisse bekannt.
Daher dürfen nur "geeignete Personen" Arbeiten an Gasanlagen und Gasleitungen fachmännisch durchführen. Das sichere Arbeiten - auch bei In- und Außerbetriebnahme - ist immer zu gewährleisten. Sicheres Arbeiten ist kein Zufall und wird vom Fachpersonal selbst gesteuert.
In der Schulung wird ergänzend praxisnah vermittelt, wie künstliche Intelligenz (KI / AI) gezielt eingesetzt werden kann, insbesondere zur effizienten und strukturierten Erstellung von Checklisten für die Tätigkeit als befähigte Person.
Ein ausgewiesener Fachexperte leitet durch die Veranstaltung.
Zum Thema
Die Effizienz und der Betrieb von Gasanlagen können auf lange Sicht infolge von Verschleiß, Alterung, physischer Beschädigung und Abnutzung nachlassen. Eine Routineinspektion ist zwingend erforderlich, um sicherzustellen, dass die Ausrüstung keine potenziellen Sicherheitsrisiken birgt.
Die Sicherheit beim Betrieb von Gasanlagen und Gasleitungen ist wie für alle anderen Betriebsmittel und Anlagen Aufgabe des Anlagenbetreibers.
Der Arbeitgebende ist durch die neue Betriebssicherheitsverordnung BetrSichV verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen und die Prüfungen in Art und Umfang sowie die Prüffristen selbst festzulegen.
Das zweitägige Seminar "Zur Prüfung befähigte Person von Gasanlagen" des Haus der Technik e.V. vermittelt die zur Prüfung von Gasanlagen notwendigen Kenntnisse sowie die Qualifikation zur Bestellung als befähigte Person von Gasanlagen nach BetrSichV.
Zielsetzung
Das Seminar bietet Know-how für die Bestellung zur Befähigten Person von Gasanlagen. Gefahren, die beim Arbeiten an Gasanlagen und Gasleitungen entstehen, werden in einer Gefährdungsbeurteilung konkret beschrieben. An Praxisbeispielen werden (typische) Fehler aufgezeigt und abzuleitende Schutzmaßnahmen erläutert.
Teilnehmerkreis
Betriebliche Führungskräfte, Fach- und Führungskräfte von Gasanlagenbetreibern, eigene Mitarbeitende und Mitarbeitende von Fremdfirmen, die Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten an Gasanlagen und -leitungen durchführen, Brandschutzbeauftragte, Explosionsschutzbeauftragte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Sicherheitsbeauftragte
Die in der TRBS 1203 genannten Anforderungen bezüglich Berufsausbildung, Berufserfahrung und zeitnahe berufliche Tätigkeit (Ziffer 2.2 bis 2.4) setzen wir voraus.
USP
- sicheres Arbeiten an Gasanlagen
- Zusatzqualifikation Befähigte Person
- typische Fehler an Gasanlagen
Programm
Am ersten Tag des Seminars werden technische und rechtliche Grundlagen für die Sicherheit beim Arbeiten an Gasanlagen vorgestellt. So erhalten Sie Know-how zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen und für geeignete Schutzmaßnahmen.
- Einführung in die Technik
- Rechtliche Grundlagen
- "Geeignete Personen" für die Durchführung von Arbeiten an Gasanlagen
- Arbeiten an und in Gasleitungen
- In- und Außerbetriebnahme von Gasleitungen
- Gefährdungsbeurteilung bei Arbeiten an Gasanlagen
- Schutzmaßnahmen
- Persönliche Schutzausrüstungen - technisch, organisatorisch, persönlich
Am Vormittag des zweiten Seminartags stehen die Brand- und Explosionsrisiken im Fokus. Am Nachmittag werden die Pflichten der Befähigten Person im Einzelnen vorgestellt und an typischen technischen und organisatorischen Fehlern verdeutlicht.
- Besondere Brand- und Explosionsrisiken beim Arbeiten an Gasanlagen: Zündgefahren - Zusätzliche Bestimmungen für brennbare Gase - Zusätzliche Bestimmungen für Gasinstallationen
- Sicherheit am Arbeitsplatz: Schnelles Verlassen des Arbeitsplatzes
- Unterweisungspflichten
- Haftung und Verantwortung
- Fallbeispiele typischer technischer und organisatorischer Fehler
- Erfahrungsaustausch, Diskussion
- Abschlussprüfung
Referenten
- Ausgebildeter Versorgungstechniker und Industriekaufmann
- Fachreferent im Bereich Arbeitssicherheit, Brand- und Explosionsschutz
- Brandschutzbeauftragter
- Sicherheitsbeauftragter
- Brandsimulations-Trainer
- Durchführung von spezifizierten, praxisorientierte Sicherheitsunterweisungen (auch in Form von Experimentalvorträgen und Brandsimulationsschulungen) für alle Beschäftigten aus Industrie, Gewerbe oder dem Dienstleistungssektor.
- Branchenunabhängig
- Richtlinien- und Regelkompetent
- Innovativ, Informativ, Aktiv
Hinweise
Die Veranstaltung ist geeignet als Fortbildung im Sinne des § 5 Abs. 3 ASIG und wird mit 2 VDSI Weiterbildungspunkten für Arbeitsschutz bewertet. Außerdem wird die Veranstaltung mit 1 weiteren VDSI Weiterbildungspunkt für Brandschutz bewertet.
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Ausgewählter Termin
Mi. 11.11.2026, 16:00 Uhr
Hollestr. 1
45127 Essen
Digitaler Campus
Ansprechpartner
info@hdt.de
+49 201 1803-1
Ute Jasper
U.Jasper@hdt.de
+49 201 1803-239

