
Laden von Elektro-Lkw: Unter Strom – Status, Trends und Einsatz Batterieelektrischer Lkw
Das Seminar richtet sich an Mitarbeitende aus dem Ingenieurwesen, Technik, Flottenmanagement, Logistikunternehmen sowie an Fachleute aus der Energieversorgung, Ladeinfrastruktur und Speditionswesen. Es vermittelt umfassende Einblicke in die aktuellen Technologien und Herausforderungen beim Laden von batterieelektrischen LKW. Zudem werden Best Practices sowie Strategien zur Optimierung der Ladeinfrastruktur diskutiert, um die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren zu fördern. Die zweitägige Veranstaltung gliedert sich in Vorträge, Fallstudien und einer Live-Demonstration.
Am ersten Tag werden grundlegende Informationen zu elektrischen LKW und Batterietechnologien vermittelt, gefolgt von einem Fokus auf Ladetechnologien und regulatorische Rahmenbedingungen. Es werden dabei verschiedene Ladesysteme und deren Standardisierung sowie die Herausforderungen beim Einsatz elektrischer LKW thematisiert.
Der zweite Tag umfasst eine praktische Vorführung eines Ladevorgangs, die Planung und den Aufbau von Ladeinfrastrukturen sowie die Einbindung erneuerbarer Energien. Ebenso wird auf die Netzkapazität und Energiequellen eingegangen. Ein weiteres Thema des Seminars ist das Flottenmanagement und die Routenplanung für elektrische LKW, einschließlich der Optimierung von Ladezeiten und Softwarelösungen.
Zum Abschluss werden wirtschaftliche Aspekte beleuchtet, wie die Kosten-Nutzen-Analyse, Förderprogramme und Finanzierungsmöglichkeiten. Das Seminar soll dazu beitragen, Experten in diesen Bereichen praxisnah auf die kommenden Entwicklungen vorzubereiten und die Integration batterieelektrischer LKW in die Logistikbranche voranzutreiben.
Zum Thema
Das Seminar 'Lkw unter Strom' vermittelt praxisnahe Einblicke in die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen und Lösungen im Bereich elektrischer LKW. Im Fokus stehen Batterietechnologien, unterschiedliche Ladesysteme (konduktiv, induktiv, AC/DC-Schnellladestationen) sowie die Ladeinfrastruktur – vom Depotladen bis hin zum öffentlichen Laden. Darüber hinaus wird die Integration erneuerbarer Energien ins Energiemanagement thematisiert. Eine Live-Demonstration eines Ladevorgangs am LKW eActros ermöglicht praktische Einblicke. Ergänzt wird das Programm durch wichtige Aspekte des Flottenmanagements, wie die Optimierung von Ladezeiten und den Einsatz intelligenter Softwarelösungen. Abschließend beleuchten wir wirtschaftliche Aspekte, einschließlich Kosten-Nutzen-Analysen und Fördermöglichkeiten.
Zielsetzung
Das Seminar verfolgt das Ziel, den Teilnehmenden ein fundiertes Verständnis der aktuellen Technologien und Herausforderungen im Bereich der Ladeinfrastruktur für batterieelektrische LKW zu vermitteln. Durch den Austausch von Best Practices und Fallstudien wird praxisnahes Wissen geteilt, das die Teilnehmenden befähigt, Strategien zur Optimierung der Ladeinfrastruktur zu entwickeln. Darüber hinaus soll das 2-tägige Seminar die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Stakeholdern – von Flottenbetreibern über Technologieanbieter bis hin zu politischen Akteuren – fördern, um gemeinsame Lösungsansätze für den erfolgreichen Einsatz von Elektro-LKW zu erarbeiten.
Teilnehmerkreis
- Ingenieur:innen und Techniker:innen aus der Automobil- und Logistikbranche
- Flottenmanager:innen und Logistikunternehmen, Speditionen
- Fachleute mit Tätigkeit bei Stadtwerken, Netzbetreibern, Energieversorgern
- Fachleute mit Tätigkeit bei Stadtwerken, Netzbetreibern, Energieversorgern
- Experten im Bereich Ladeinfrastruktur, Ladesäulenbetreiber (CPOs)
- Vertreter:innen von Behörden und Regulierungsstellen
Programm
- Überblick: Elektrische LKW und deren Komponenten
- Aktuelle Markttrends und Entwicklungen
- Vergleich: Elektro- vs. Diesel-LKW
- Folien SVR / Refernz Gutachten
- Diskussion
- Aktuelle Batterietechnologien (Li-Ionen (NMC vs LFP), Na-Ionen, Festkörperbatterien, etc.)
- Herausforderungen bei der Batteriekapazität und -gewicht, Nutzlast
- Zulassungsrichtlinien (Zusatzgewicht)
- Gewicht
- CO2 in Produktion und Betrieb
- Ressourcen
- Kapazität vs. Ladeleistung, C-Rate vs. Zyklenfestigkeit
- Typen von Ladetechnologien (Konduktiv vs. Induktiv, AC vs. DC, Schnellladestationen)
- Standardisierung und Kompatibilität von Ladeanschlüssen
- Trends in der Ladetechnologie (z.B. induktives Laden, bidirektionales Laden, automatisiertes Laden)
- Überblick über aktuelle und kommende Vorschriften
- Internationale Standards und Zusammenarbeit
- Demo eines Ladevorgangs
- Diskussion am Fahrzeug
- Aufgreifen der Themen von Tag 1
- Planung und Installation von Ladestationen
- Depot vs. Öffentlich vs. Semi-Öffentlich
- Strategien zur Depotelektrifizierung
- Daimler Depotelektrifizierung
- Referenzen + Weiterführende Quellen („Wen kann ich fragen?“)
- Auswirkungen auf das Stromnetz und Netzkapazitätsplanung, FfE NEFTON
- Integration erneuerbarer Energien, FfE NEFTON
- Energiemanagementsysteme, FfE NEFTON
- Disposition von elektrischen Lkw – Was ändert sich?
- Optimierung der Ladezeiten und -orte
- Softwarelösungen für das Flottenmanagement
- Fallstudien von erfolgreichen Implementierungen (FRYTE Pilotprojekt)
- Kosten-Nutzen-Analyse für Unternehmen
- Förderprogramme und Anreize (Bayern Innovativ/StMWi, NRW)
- Finanzierungsmöglichkeiten und Geschäftsmodelle
Referenten
Dr.-Ing. Sebastian Wolff | Mitgründer von FRYTE Mobility
Nach seinem Studium der Fahrzeugtechnik hat er über die Nachhaltigkeit und Kosten von zukünftigen Nutzfahrzeugantrieben promoviert. Während seiner Zeit an der Technischen Universität München leitete er eine die Forschungsgruppe Fahrzeugkonzepte, wo er unter anderem das Projekt NEFTON initiierte. Neben seiner Forschung hat er Industrie und Politik beraten und war unter anderen an dem Gutachten zum Güterverkehr der Wirtschaftsweisen beteiligt.
Dipl.-Ing. Peter Ziegler arbeitet als Leiter der Ladekomponentenentwicklung bei der Daimler Truck AG und verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen, insbesondere im Bereich Laden mit den Projekten eActros 300/400 und dem Neuprodukt eActros 600 mit dem er und sein Team die erste offizielle Megawatt-Ladesitzung durchgeführt haben.
Experteninterview mit dem Seminarleiter Dr. Sebastian Wolff, Mitgründer von FRYTE Mobility
1. Was sind die entscheidenden Vorteile elektrischer LKW gegenüber Diesel-LKW?
Elektrische LKW bieten niedrigere Betriebskosten durch günstigeren Strom im Vergleich zu Diesel, eine drastische Reduktion von CO2-Emissionen und den Wegfall lokaler Schadstoffe. Darüber hinaus sind sie leiser und damit ideal für urbane Einsätze.
2. Wie unterscheiden sich aktuelle Batterietechnologien wie NMC, LFP und Festkörperbatterien?
NMC-Batterien bieten hohe Energiedichten, LFP-Batterien punkten durch bessere Sicherheit und Lebensdauer, während Festkörperbatterien mit höheren Kapazitäten und geringem Gewicht die Zukunftstechnologie darstellen. Jede Technologie hat spezifische Vor- und Nachteile, die je nach Einsatzgebiet abzuwägen sind.
3. Welche regulatorischen Herausforderungen ergeben sich aus dem höheren Gewicht von Batterien?
Zulassungsrichtlinien ermöglichen in der EU ein Zusatzgewicht von bis zu 2 Tonnen für elektrische LKW, um die schweren Batterien zu kompensieren. Dennoch bleibt das Verhältnis von Batteriekapazität zu Nutzlast eine Herausforderung.
4. Was sind die neuesten Trends in der Ladetechnologie für elektrische LKW?
Trends umfassen das Megawatt Charging System (MCS) und bidirektionales Laden, das Energie zurück ins Netz speisen kann.
5. Wie lässt sich Ladeinfrastruktur effizient planen und installieren?
Die Planung beginnt mit der Analyse von Depot- und Routenanforderungen. Depotladestationen bieten Kontrolle und Kostenersparnis, während öffentliche Stationen Reichweite und Flexibilität erhöhen. Semi-öffentliche Lösungen kombinieren beide Ansätze.
6. Welche Auswirkungen haben elektrische LKW auf das Stromnetz?
Die zunehmende Elektrifizierung von LKW stellt hohe Anforderungen an die Netzkapazität. Netzbetreiber setzen auf Lastmanagement, um Lastspitzen zu vermeiden, und fördern die Integration erneuerbarer Energien, um nachhaltige Lösungen zu bieten.
7. Wie können Flottenbetreiber Ladezeiten und -orte optimieren?
Durch Routenplanung und Energiemanagementsoftware können Ladezeiten minimiert und strategisch günstig gelegene Ladestationen genutzt werden. Echtzeitdaten ermöglichen eine präzise Disposition.
8. Welche wirtschaftlichen Aspekte spielen für Unternehmen bei der Umstellung auf elektrische LKW eine Rolle?
Unternehmen profitieren von niedrigeren Energiekosten, staatlichen Förderprogrammen und langfristig geringeren Wartungskosten. Eine umfassende Kosten-Nutzen-Analyse zeigt, dass die Amortisation oft schneller erfolgt als erwartet.
9. Welche internationalen Standards erleichtern die Nutzung elektrischer LKW?
Standards wie CCS2, MCS und ISO 15118 sorgen für Kompatibilität zwischen Fahrzeugen und Ladeinfrastruktur. Internationale Zusammenarbeit bei der Standardisierung ist entscheidend, um globale Lösungen zu schaffen.
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Termine
Inhouse
Ansprechpartner
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Katharina Röder
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