
HGÜ Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung
Sie erhalten einen Überblick über die verfügbaren HGÜ-Technologien (HVDC) und lernen die technologischen Möglichkeiten und Grenzen kennen. Anhand typischer Anwendungen werden die topologischen Ausführungen von HGÜ-Systemen vorgestellt.
Zum Thema
Mit der Entwicklung der Halbleiter hat auch deren Anwendung in der Energieübertragung Einzug gehalten. Seit über 60 Jahren werden Übertragungssysteme in Gleichspannung ausgelegt. Beginnend mit Testanlagen mit wenigen Megawatt entwickelte sich die HGÜ-Technologie (HVDC) hin zu sogenannten Bulk-Power-Systemen, die heute für Übertragungsleistungen mit bis über 7000 Megawatt gebaut werden.
Zielsetzung
Das Seminar soll einen Überblick über die verfügbaren HGÜ-Technologien geben und die technologischen Möglichkeiten und Grenzen aufzeigen. Anhand typischer Anwendungen werden die topologischen Ausführungen von HGÜ-Systemen vorgestellt. Anschaulich und verständlich werden technologische Grundsätze und der Aufbau der HGÜ-Konverter erklärt, um daraus ein Verständnis für die Eigenschaften und das Systemverhalten zu erreichen. Abgerundet wird das Seminar mit einem Ausblick auf typische Projekte.
Teilnehmerkreis
Mitarbeiter von Energieversorgungsunternehmen, Stadtwerken und aus der Industrie, die sich im Bereich Hochspannungsgleichstromübertragung auf den neuesten Stand bringen möchten. Da es ein technisches Seminar ist, wäre ein Grundwissen im Bereich der Elektrotechnik hilfreich.
Programm
- Begrüßung und Vorstellung
- Geschichte der HGÜ (HVDC)
- Notwendigkeiten und Einsatzgebiete für HGÜ-Verbindungen
- Topologie - Bipol-, Monopol-Konverter - „Back-to-Back“ Systeme - Multiterminal-Systeme - HGÜ- Netze - HVDC-Schalter
- Halbleiter - Technik, Aufbau - Entwicklung - Stand der Technik
- Klassische Netzgeführte HGÜ mit Thyristoren als „Schalter“ (LCC, CCC) - Aufbau der Konverter - Eigenschaften - Betriebsverhalten - Wechselwirkungen mit dem Netz
- Selbstgeführte HGÜ - Aufbau der Konverter (VSC 2-Punkt- bzw. 3-Punkt-Konverter, Multilevel-Konverter, Halbbrücken- bzw. Vollbrücken-Module) - Eigenschaften, Betriebsverhalten - Unterschiede zu LCC - Wechselwirkungen mit dem Netz
- Projekte und Planungen in Deutschland und der Welt
Referenten
Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft, Fakultät für Elektro- und Informationstechnik, Lehrgebiet Elektrische Energieversorgungsnetze, Karlsruhe
- Nach Abschluss der Hauptschule und einer zweijährigen Berufsfachschule, Berufsausbildung zum Energieelektroniker Fachrichtung Anlagentechnik im Gemeinschaftskernkraftwerk Neckar GmbH, Neckarwestheim
- Diplomstudium der Energie- und Automatisierungstechnik an der Fachhochschule Karlsruhe.
Masterstudium der Elektrotechnik mit der Vertiefungsrichtung Regenerative Energietechnik an der Hochschule Karlsruhe.
- Wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Promotion am Fachgebiet Elektrische Energieversorgungsnetze der Technischen Universität München.
Forschungsschwerpunkt: Systemuntersuchungen der HGÜ-Netzanbindung von Offshore-Windparks mit dem Fokus auf Netzdynamik und Netzstabilität.
- Forschungsingenieur bei Energynautics GmbH für ein Forschungsprojekt der Energinet.dk (Cell-Projekt) – Inselbetrieb mittels regenerativen Einspeisungen.
- Senior Manager in der Netzplanung (Anlagenmanagement) der TransnetBW GmbH (vormals EnBW Transportnetze AG), Stuttgart.
Verantwortlich für den Bereich dynamische Netzstudien und Systemstabilität
Technologiespezialist Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung
- Berufung zum Professor an die Hochschule Karlsruhe
Termine
Inhouse
Ansprechpartner
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Dipl.-Ing. Bernd Hömberg
b.hoemberg@hdt.de
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