
Der Betriebsleiter in der chemischen – und Prozessindustrie
Das Programm erstreckt sich über eine Woche, in der alle relevanten Themen angesprochen werden. Dabei wird ausführlich auf die Aufgaben und das Rollenverständnis des Betriebführers eingegangen.
Wie sind die Anforderungen an Führungskräfte bezüglich Führungsprozess und Führungsverhalten? Wie motiviere ich meine Mitarbeiter, wie gehe ich mit Konflikten um?
Welche Kostenthemen gilt es zu beachten und wie kann ich sie steuern und kontrollieren?
Was muss ich von der Betriebswirtschaftslehre wissen?
Wie werde ich der Berantwortung im Unternehmen gerecht, welche behördliche Aufgaben, Gesetze und Verordnungen muss ich kennen?
Dabei werden Personalführung und Arbeitsrecht oft unterschätzt.
Ein ganzer Tag widmet sich zudem dem nicht bestimmungsgemäßen Betrieb (Krisen- und Notfallmanagement, Eskalation und Deeskalation, etc.), wobei auch die Ursachen und deren Vermeidung diskutiert werden. Prozess- und Ereignisanalyse auch unter Berücksichtigung der Human Factors werden behandelt, um solche Zustände zukünftig zu verhindern.
In einem abschließenden LEAN-Planspiel können alle erworbenen Kenntnisse praktisch angewandt werden. Der Lehrgang schließt mit einer gemeinsamen Zusammenfassung und Diskussion der Umsetzung im Betriebsalltag.
Zum Thema
Betriebsleiter müssen immer mehr Tätigkeiten übernehmen, die mit ihrer naturwissenschaftlichen Ausbildung nichts zu tun haben, und für die sie im Studium kaum vorbereitet wurden. Neben den allgemeinen Qualifikationen für Führungskräfte, wie unternehmerisches Denken, betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse und Kostenmanagement, sind Kenntnisse auf den Gebieten Umwelt-, Sicherheits- und Qualitätsmanagement und behördliche und gesetzliche Anforderungen an Chemiebetriebe wichtig. Letztendlich kommt es dann aber darauf an, die Kenntnisse und Qualifikationen in den Betriebsalltag einzubringen und in die Praxis umzusetzen. Dabei muss der Betriebsleiter seine Betriebsmannschaft einbeziehen und motivieren und gleichzeitig dafür sorgen, dass die Vorschriften eingehalten werden, die Unternehmensziele verfolgt werden und die Sicherheit und der Umweltschutz gewährleistet ist.
Zielsetzung
Im Seminar werden die grundlegenden Kenntnisse, die ein Betriebsleiter haben muss, vermittelt und mit Praxisbeispielen erläutert. Des Weiteren werden Vorschläge zur Umsetzung in der Praxis vorgestellt und Chancen und Risiken erläutert.
Teilnehmerkreis
Betriebsführer, Betriebsassistenten, Nachwuchskräfte in Produktion und Technik, die sich auf die Übernahme von Führungsverantwortung in einem Produktionsbetrieb vorbereiten wollen.
Programm
- SPACER
- Führung und Motivation Kommunikation und Konfliktmanagement
- Fallbeispiel Konfliktmanagement
- BWL für Betriebsleiter
- Kostenmanagement und Controlling
- Planung Produktionsprogramm
- Qualitätsmanagement für Betriebsleiter
- Qualitätsaudits
- Das nicht bestimmungsgemäße Ereignis
- Kreativität und Fehler
- Analyseverfahren und Prozessoptimierung
- Verantwortung im Unternehmen
- Einführung in die Systematik des Umweltrechts
- Gefahrgutrecht
- Gefahrstoffrecht
- Immissionsschutz
- Störfallverordnung
- Gewässerschutzrecht
- Abfallrecht
- Die Betriebsbeauftragten
- Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit
- Technikgesetze
- Arbeitsrecht
- Gewährleistungsrecht
- Praktische Prozessoptimierung
Referenten
Technischer Geschäftsleiter, SAG Erwin Peters GmbH, Hamburg
Xanten
Rechtsanwältin Ulrike Theußen verfügt über 26 Jahre Berufserfahrung, davon 21 als selbständige Rechtsanwältin. Nachdem sie in der Vergangenheit branchenübergreifend Projekte zu den Themen Integration von Management-Systemen, Umweltmanagement, Arbeitsschutzmanagement, Sicherheitsmanagement, Konzeption, Implementierung und Optimierung von prozeßorientierten / integrierten Managementsystemen realisierte sowie Geschäftsprozessen unter Berücksichtigung externer / interner Forderungen analysierte und optimierte, beschäftigt sie sich derzeitig schwerpunktmäßig mit dem Thema Compliance. Ihre Erfahrungen kommuniziert sie in Publikationen, Vorträgen, Schulungen und Seminaren.
Ingenieurbüro Horn, Frankfurt
Günter Horn ist seit 2004 beratender Ingenieur im Bereich Prozessoptimierung, Projektmanagement, Ereignisanalysen, Instandhaltung und Notfall- und Krisenmanagement. Als Verfahrenstechniker hat er 17 Jahre Industrie-Erfahrung bei der Hoechst AG gesammelt, u. a. als Notfallmanager im Stammwerk Frankfurt-Höchst. Er ist Gründungsmitglied und im Vorstand der Plattform „Menschen in komplexen Arbeitswelten“ e.V.
Manager Führungskräfteentwicklung, SOKA-Bau, Wiesbaden
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Termine
Inhouse
Ansprechpartner
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Kai Brommann
K.Brommann@hdt.de
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